AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ - Trinkwasser fuer Oberfranken

Schutzfaktor Wald

Waldschutz ist gleichzeitig auch Wasserschutz. Wald ist die grundwasserschonendste Landnutzung. Wo Wald steht, gibt es keine Industrie, Landwirtschaft oder Siedlungen von denen Gefahren für das Grundwasser ausgehen können. Oberfranken ist mit 40 Prozent Waldanteil einer der waldreichsten Regierungsbezirke Bayerns. Laub- und Mischwälder sind der beste Schutz für das Grundwasser: Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, nehmen Stickstoff auf, puffern Säure und der humusreiche Waldboden reinigt das Wasser. Fichten- und Kiefermonokulturen leisten als Filter übrigens weit weniger als Laub- und Mischwälder und tragen auch weniger zur Grundwasserneubildung bei.

Naturnahe Forstwirtschaft: gut für den Wald, gut für das Wasser

Die Trinkwasserreserven sind überall dort sicher, wo die Wälder naturnah und nachhaltig bewirtschaftet werden. Das Prinzip der Nachhaltigkeit besagt, dass nicht mehr Holz entnommen werden darf als nachwächst, um den Wald langfristig zu erhalten. Naturnahe Waldbewirtschaftung verzichtet außerdem auf Pflanzenschutzmittel und Düngung, setzt Maschinen sparsam und umweltschonend ein und vermeidet Kahlschläge.